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Zeuge einer Mordtat – Spektakuläre Wandersafari in Sambia

Zeuge einer Mordtat – Spektakuläre Wandersafari in Sambia

Seit Ewigkeiten schon stand die „Mobile Walking Safari“ auf meiner ToDo-Liste, nun war es endlich soweit. Und vorweg – ich wurde nicht enttäuscht. Die Wildnis des Luangwa-Tals mit den Sinnen eines herausragenden Guides von Robin Pope Safaris zu erleben, übertraf meine kühnsten Vorstellungen und Träume.

Kanga, während der nächsten Tage unser unangefochtener ‚Buschmeister‘, empfing uns in der exklusiven Umgebung des Luangwa Safari House, das in einer wildreichen Lagune des Luangwa Tals liegt. Kanga ist ein waschechter Robin Pope Safari-Führer, der seinen Beruf und die Verantwortung für Gäste und Team sehr ernst nimmt. Während seiner informativen Einweisung erfuhren wir, was uns in den nächsten sechs Tagen erwartete, und was wir unterwegs zu tun, aber auch, was wir zu unterlassen hätten. Um uns auf unsere Tour in die Wildnis einzustimmen, nahm er uns auf eines meiner liebsten Luangwa-Erlebnisse mit: Die Überquerung des mächtigen Luangwa Flusses mit dem Ponton für eine Nachmittags-Pirschfahrt. Afrika, so wie ich es liebe! Bereits kurz darauf sahen wir unsere ersten Löwen und Leoparden.

In den frühen Morgenstunden des ersten Tages unserer „Mobile Walking Safari“ verließen wir die Zivilisation und starteten mit dem Begleitfahrzeug in gemütlicher Fahrt zum nördlichsten und einsamsten Teil des South Luangwa Nationalparks. Nachdem wir das komfortable Mobilcamp bezogen hatten, begaben wir uns zu Fuß auf einen ersten Ausflug in die Wildnis.

Kurz bevor wir uns auf den Weg machten: eine neuerliche Instruktion; Kanga wurde nie müde, die Gruppe jedes Mal neu einzustimmen bevor es losging, sogar während der Wanderungen nahm er sich Zeit dafür, wenn die Situation noch ein bisschen spannender wurde und der Adrenalinspiegel anstieg. Immerhin hatten wir drei Afrika-Neulinge unter uns!

Unseren ersten Sundowner genossen wir nahezu schweigsam, lauschten den Geräuschen der Wildnis und besannen uns auf das, was vor uns lag. Zurück im Camp wurden wir mit einer warmen Eimerdusche empfangen und genossen nach Einbruch der Dunkelheit ein leckeres, dreigängiges Buschdinner. Das Team vom Camp demonstrierte die legendären Robin Pope Safari Service-Standards. Beeindruckend unser Küchenchef Alfred, der bereits 26 Jahre in dieser Mannschaft arbeitet. Unser Kellner Jack liess sich nicht von der Tatsache beeindrucken, dass wir noch früher aufstehen wollten und servierte bereits vor Sonnenaufgang mit einem freundlichen Lächeln heißen Kaffee.

Sobald wir zu unserer Morgenwanderung aufgebrochen waren, baute das A-Team das gesamte Lager ab, verpackte alles auf einem mächtigen Lastwagen und manövrierte diesen zum nächsten Standort. Hier schlugen sie das Lager wieder auf, machten Feuer, bereiteten Salat und frisch gebackenes Brot vor. Als wir wenige Stunden später mit hungrigem Magen und müden Füßen eintrafen, erwartete uns bereits ein köstliches Mittagessen. Die anschließende Siesta war stets nötig und willkommen.

Eintauchen in die Wildnis: Jeden Morgen lasen wir zunächst die Buschzeitung, um zu erfahren, dass die Löwen nur wenige Meter vom Lager entfernt geschlafen und die Hyänen Büffelmist als Kopfkissen benutzt hatten. Kanga meinte immer: ‚Lasst uns nachsehen!‘, wenn er unsere Aufmerksamkeit auf das nächste Abenteuer lenkte und uns beibrachte, die Wildnis mit seinen Augen und Sinnen zu erfassen. Das Fehlen von Verwesungsgeruch und von Fliegen war zum Beispiel Indiz dafür, dass der Leopard ein frisch erbeutetes Impala nur wenige Minuten, bevor wir die Stelle passierten, auf dem Baum deponiert hatte.

Wir wanderten durch mit Ebenholzbäumen bewachsene Ebenen, durch Gebiete voller Lala-Palmen, durch dichten Busch, hohes Gras, und genossen immer wieder die Aussicht auf das Flussbett des Mupamadzi. Im Schatten großer Anabäume ruhten wir aus, füllten die Wasserflaschen und reinigten unsere Ferngläser für den nächsten ‚Kanga Check‘. Die leichten Strapazen des Tages wurden mit großartigen Sonnenuntergängen aufgewogen, jener einmaligen Art, in der ausschließlich Afrika „Auf Wiedersehen bis morgen“ sagen kann. Wir schliefen ein, während uns Hyänen mit ihren Lauten in süße Träume versetzten, und wir wurden von Löwen geweckt, die nur wenige Meter vom Camp entfernt ein weiteres Kapitel ihrer „Mordszenen“ aufschlugen.

Unser anstrengendes Berufsleben, der Wettlauf mit der Zeit in der Digitalisierung, ja gar die Weltpolitik – all das wurde plötzlich unwichtig und trivial. Sieben Tage ohne Verbindung zur Außenwelt: Wie ein trockener Schwamm nahmen wir mit all unseren Sinnen das Wissen um die Wildnis auf und entspannten, indem wir unserem Führer und seinem Team die vollständige Kontrolle über das Geschehen anvertraut hatten. Wir lernten zu hören, zu riechen, zu interpretieren und unseren Weg durch die Wildnis zu erkennen. Was für ein Kontrast – die Welt da draußen und hier nur eine Handvoll Gäste in der Wildnis. Es ist ein Privileg, in dieses so kostbare und besondere Paradies eintauchen zu können.

Bei der Durchquerung des Mupamadzi die Füße zu kühlen, war ebenso aufregend wie das Erlebnis der totalen Mondfinsternis, oder bei „verschiedenen Mordszenen“, deren Tatorte noch ganz frisch waren, Details über Zähne und Knochen des Opfers zu erfahren.

Ob es ein Erlebnis gibt, das sich mir ganz besonders eingeprägt hat? Während Kanga die letzten Überreste eines Elefanten studierte, unterbrach er plötzlich seine Erklärungen und meinte: „Die Hunde kommen!“ Kurz darauf flüchtete ein verzweifeltes Puku durch die Ebene vor uns, gefolgt von einem Rudel aus sechs Wilden Hunden, die das arme Puku schließlich vor unseren Augen rissen. Fast eine Stunde beobachteten wir das Geschehen, bevor wir die Hunde bei ihrem Gelage allein ließen.

Kanga, der seine Ausbildung zum Guide in der umfassenden Schulung von Robin Pope Safaris erfahren hat, ist nicht nur stolz auf seinen Beruf, sondern auch darauf, sein Wissen inzwischen mit jungen Nachwuchskräften teilen zu können, da er heute eine Schlüsselrolle in der Guiding Akademie von Robin Pope Safaris einnimmt.

Abschließend gefragt, ob ich noch einmal im Rahmen einer ‚Mobile Walking Safari‘ in die Wildnis Sambias eintauchen würde, kann ich nur antworten: Sofort!

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Robin Pope Safaris oder uns.

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